Europabeauftragte Kuhn-Theis zu Besuch

Helma Kuhn-Theis diskutierte erneut mit Losheimer Schülern

Die Europabeauftragte der saarländischen Landesregierung, Helma Kuhn-Theis löste mit ihrem zweiten Besuch an der  Peter-Dewes-Gesamt- und Gemeinschaftsschule Losheim ihr Versprechen ein, wiederzukommen. Damit fand die Diskussion vom Frühjahr zusammen mit Schülern der gymnasialen Oberstufe nun eine Fortsetzung.

Kuhn-Theis vertritt als Europabeauftragte der saarländischen Landesregierung regionale Interessen der Saar-Lor-Lux-Region, damit diese auf europäischer Ebene Gehör finden. In diesem Zusammenhang hält sie auch regelmäßig Vorträge an saarländischen Schulen, um die Jugendlichen und Heranwachsenden für Europa zu sensibilisieren und ihnen Chancen aufzuzeigen, die in der EU und in Europa liegen. Besondere Chancen bietet aber auch die besondere zentrale Lage des Saarlands im Dreiländereck Deutschland-Frankreich-Luxemburg. Dadurch ergeben sich vielfältige Ausbildungs-Möglichkeiten für junge Menschen, zum Beispiel an den Hochschulen der Großregion Saarbrücken, Metz/Nancy oder Luxemburg. Wirtschaftlich, aber auch kulturell sind aus Sicht von Kuhn-Theis nirgendwo in Europa die Möglichkeiten größer als in der Großregion.

Diskussionsthema war ihm Rahmen des aktuellen Besuchs erneut die Flüchtlingssituation in Europa und entsprechende Herausforderungen für die betroffenen Länder. Hinzu kamen aber auch neue Themen, wie der Brexit und die Auswirkungen der US-Präsidentschaftswahl auf Europa. Auf die Frage einer Schülern, ob die Flüchtlingskrise überwunden sei, entgegnete Kuhn-Theis mit einem klaren nein und rief zu mehr Solidarität auf europäischer Basis auf, um Risse im ‚europäischen Haus’ zu reparieren. Eine Spaltung Europas müsse nämlich mit aller Energie verhindert werden. Hier gilt es auch rechtsextreme Strömungen in Europa genauer zu betrachten und abzuwenden. „Wenn uns der Frieden abhandenkommt, nutzt der Wohlstand nichts mehr“, so Kuhn-Theis. Darüber hinaus halte sie auch eine Zusammenarbeit mit dem neugewählten US-Präsidenten für wichtig – im Sinne des Friedenserhalts. Denn Konflikte, wie der aktuelle in Syrien könnten nur durch ein Zusammenspiel der Großmächte gelöst werden.

Im Anschluss an den Vortrag ergab sich für die Oberstufenschüler die Gelegenheit, weitere Fragen zu stellen. Bei allen Beteiligten kam der informative Meinungsaustausch auch diesmal wieder recht gut an.