Stadtgeographische Exkursion durch Trier

Um historische Stadtentwicklung an einem realen Beispiel nachzuvollziehen, fuhr der Erdkunde Grundkurs 12 von Herrn Groß nach Trier, personell (und natürlich auch fachlich) verstärkt durch den Geschichte-Grundkurs von Frau Kerwer. Für einen abwechslungsreichen Stadtrundgang bereiteten die Schüler im Vorhinein verschiedene Referate vor, die dann vor Ort an den entsprechenden Sehenswürdigkeiten gehalten wurden.

Als Startpunkt des Stadtrundgangs diente das Grundrissmodell des römischen Triers vor der Porta Nigra – dem einzigen noch erhaltenen Stadttor aus der Römerzeit in Trier und zugleich Wahrzeichen der Stadt. Hier veranschaulichten die Schüler wesentliche Merkmale einer römischen Stadt, bevor die Route weiter in Richtung der neuen Karl-Marx-Statue führte. Dort angekommen ließ es sich der Geschichte-Kurs nicht nehmen, ein gemeinsames Foto zu schießen. Dann ging es weiter in Richtung Hauptmarkt. Auf dem Weg dorthin nahmen die Schüler die Citybildung unter die Lupe. In der „Judengasse“ folgte ein Beitrag über das mittelalterliche Trier, gekennzeichnet durch Viertelsbildung und enge Straßen. Im 11. Jahrhundert gab es in Trier eine jüdische Gemeinde mit einer Synagoge, die in der Judengasse ihren Standort hatte. Bis 1418 wurden jedoch alle jüdischen Einwohner aus Trier vertrieben. Auch die zahlreichen Marktplätze der Stadt resultieren noch aus jener Zeit.

Nach der Besichtigung von Dom, Liebfrauenkirche und Konstantinbasilika endete die Tour im Palastgarten vor dem kurfürstlichen Palais – Relikte der frühneuzeitlichen Stadtentwicklung. Hier residierten die Kurfürsten, bevor sie im Jahre 1629 ihre Residenz nach Koblenz verlegten. Ein Schülervortrag über die Gründerzeit bildete den Abschluss des Stadtrundgangs. Im Anschluss stand allen noch Zeit zur freien Verfügung: Durch die Stadt schlendern, shoppen und sich ein Eis genehmigen. Letzteres hatte sich schließlich auch jeder am Ende der lehrreichen Trier-Exkursion verdient.