Erste Kinderklimaschutzkonferenz an der PDG

Dass sich unser Weltklima ändert, können wir immer öfter spüren. Nicht nur heiße und trockene Sommer sind gefühlt häufiger, auch andere Wetterextreme, wie Starkregen und heftige Stürme nehmen in ihrer Häufigkeit und Auswirkung zu.

Mit den „Fridays for Future“ möchten junge Menschen seit geraumer Zeit auch die Politik zum Handeln animieren. Dass das Demonstrieren auf offener Straße nicht die einzige Möglichkeit ist, für ein besseres Klima zu kämpfen, zeigte anschaulich die erste Kinderklimaschutzkonferenz, die von der Klasse 6 b der Peter-Dewes-Gemeinschaftsschule Losheim einen ganzen Vormittag lang durchgeführt wurde.

Zum Auftakt des Projekts, das in Kooperation mit der Gemeinde Losheim, dem Nabu Saarland und dem Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) mit Sitz am Umwelt-Campus Birkenfeld stattfand, begrüßte Helmut Harth, Vorsitzender des Nabu Weiskirchen-Losheim die anwesenden Kinder und Eltern. Er betonte zudem die Dringlichkeit, etwas gegen den Klimawandel zu tun. Auch Schulleiter Gerd Bermann zählte zu den Anwesenden. Er zeigte sich stolz über die Umsetzung des Nachhaltigkeitsprojekts an der Schule und lobte das Engagement der Schüler in Sachen Klimaschutz.

Unter Anleitung der beiden IfaS-Referentinnen Isabel Bätzold und Franziska Schenk ging es dann ans Eingemachte. Spielerisch und experimentell brachten die beiden Expertinnen den Kindern die Klima-Problematik näher.

In einem Rollenspiel stellten die Schüler die Erderwärmung nach. Dafür musste ein Schüler mehrere Jacken übereinander anziehen, was die Zunahme vom Kohlenstoffdioxid symbolisierte. Unter einer solch dicken Schicht an Jacken kann es ganz schön heiß werden, stellten die Kinder fest.

Ein Experiment diente der Erzeugung des „Klimakillers“ Kohlenstoffdioxid. Dabei wurden Essig und Backpulver in einer Flasche zusammengegeben. Als Ergebnis sammelte sich das unsichtbares Gas, das als mit verantwortlich für den sogenannten Treibhauseffekt gilt, im darüber gestülpten Luftballon.

In einem weiteren Rollenspiel versetzten sich die Schüler in einzelnen Gruppen in die Lage unterschiedlicher Länder, um anschließend eine Klimaschutzkonferenz nachzuspielen. Jedes der Länder war dabei auf seine ganz eigene Weise vom Klimawandel betroffen.

Während der Konferenz stellten die Schüler dar, welche Folgen der Klimawandel für die jeweiligen Länder mit sich bringt, was dagegen getan werden kann und von welchen Ländern sie sich Unterstützung erhoffen. Zum Abschluss erhielt jeder Schüler der 6 b eine Urkunde, die ihn als Klimaschutzexperte auszeichnet.

Bei einer Klimaschutzkonferenz soll es aber lange nicht bleiben. Noch vor den Sommerferien will die Klasse ein weiteres Projekt zum Thema „Klimawandel“ durchführen.