Oberstufenschüler kommen ins Gespräch mit Politikern

Wahl-O-Mat an der PDG Losheim begeistert angenommen

Das Recht zu haben, aktiv wählen zu dürfen, ist an sich gut. Die Frage als junger Erstwähler ist jedoch, welche Partei? Gerade Schülerinnen und Schüler haben oft nicht die Zeit oder Lust, sich nach Schulschluss noch intensiv mit den Wahlprogrammen zu beschäftigen.

Um den Schülerinnen und Schülern den Zugang zu ihren eigenen politischen Standpunkten zu erleichtern, bot es sich an, zur anstehenden EU-Wahl am 26. Mai mit der Wahl-O-Mat-Tour der Landeszentrale für poltische Bildung ein Informationsinstru-ment an die Schule einzuladen. Mitveranstaltet wurde diese Tour vom Landesjugendring Saar und der Arbeitskammer des Saarlandes.

Für die Oberstufenschüler der Klassenstufe 12 – als potentielle Erstwähler – wurde die Peter-Dewes-Gemeinschaftsschule zur Wahl-O-Mat-Tour von Politiklehrer Oliver Jonas angemeldet und bekam tatsächlich eine der sechs Tour-Veranstaltungen zugewiesen.

Die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe hatten hierbei die Möglichkeit, mit saarländischen Politikern über die Programme und Ziele der Parteien zu diskutieren. Hierbei wurden Landesverbände jener Parteien eingeladen, die aufgrund der letzten Wahlumfragen reelle Chancen besitzen, bei der anstehenden Wahl zum Europäischen Parlament mindestens fünf Sitze zu gewinnen. Vertreter folgender Parteien stellten sich am Montag, den 20. Mai, den Fragen der Schülerinnen und Schüler: Alexander Szliska (CDU), Hans-Peter Kurz (SPD), Markus Tressel (Bündnis 90/Die Grünen), Julien Simons (FDP) und Thomas Lutze (DieLinke). Die Partei AfD stellte keinen Kandidaten ab. Die Moderation übernahmen Frau Lisa Lau und Herr Jörg Jacoby von der Arbeitskammer des Saarlandes (Abteilung Bildung).

Zu Beginn mussten die einzelnen Politiker zu verschiedenen Thesen des Wahl-O-Mats Stellung beziehen. Jedem Kandidaten stand dabei ein Joker zur Verfügung, mit dem er auf eine These seiner Kontrahenten antworten durfte, zu dem er widersprechen wollte bzw. mit dem er für seinen Standpunkt werben konnte. So konnten sich die Schülerinnen und Schüler einen ersten Überblick zu den Positionen der Parteien verschaffen und erste Unterschiede feststellen. Anschließend waren die Schülerinnen und Schüler aufgefordert, ihre Fragen an die Politiker zu richten. Hierbei wurde ein breites Themenspektrum diskutiert wie beispielsweise die Frage nach dem Sinn und Zweck einer eigenen europäischen Armee, die Umsetzung der Reform des Urheberrechts, eine mögliche CO2-Besteuerung, die Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre, die Frage nach der Legalisierung von Cannabis wie auch die Frage nach Möglichkeiten, den öffentlichen Nahverkehr vor Ort für Schülerinnen und Schüler – wie auch generell – zu verbessern.

Die Veranstaltung wurde von den Teilnehmern sehr positiv bewertet und als gewinnbringend dargestellt! Dies geben auch verschiedene Schüleräußerungen unmittelbar im Anschluss wieder: „Diese Veranstaltung war sinnvoll, da die einzelnen Positionen der Parteien klarer geworden sind.“ „Sehr interessant und hilfreich für die eigene Meinungsfindung.“

Nach 90 Minuten war die Veranstaltung auch schon vorbei – dies war der einzige Kritikpunkt: „Dass die Zeit zu kurz war.“ Ein klares Zeichen dafür, dass die Schüler begeistert waren!