Umweltbewusstsein über Fächer-, Klassen- und Ländergrenzen hinweg stärken

 

Die idyllisch gelegene ehemalige Bundeshauptstadt Bonn wurde im Rahmen der Umwelt-Projekttage zum Ausflugsziel der Klassen 9d (Tutoren: D. Fritzsche & G. Stürmer) und des E-Kurses Englisch 12 (Tutor: O. Paul).

Besonders interessant und erkenntnisreich, aber auch sicher anspruchsvoll bei heißen 39 Grad im Schatten, war der Besuch im „Institut für Geowissenschaften und Meteorologie“ im Poppelsdorfer Schloss. Hier haben nicht nur die Schüler, sondern auch die Lehrer Vieles erfahren dürfen über die Grundlagen der Energiegewinnung durch Atomkraft, aber insbesondere über die hieraus erwachsenden Herausforderungen für unsere Umwelt. Vor allem die Diskussion um eine sichere Endlagerung radioaktiver Abfälle mit Glas als bevorzugtem Einbettungsmaterial für Atommüll und aktuelle Forschungsarbeiten des Instituts vermittelten den Schülern die enorme Relevanz und ethische Verpflichtung, sich mit alternativen Energien und bewusstem Umwelthandeln zu befassen.
Das „Haus der deutschen Geschichte“ als must-see Bonns bildete einen tollen Einstieg in den Donnerstagmorgen, ehe sich die inzwischen schon gut eingespielte Gruppe mit einem Abstecher in die Eifel wieder vollumfänglich der Umweltthematik widmen durfte.
Beim Besuch der „Kokosweberei Schär“ im überschaubaren Eisenschmitt konnten die Schülerinnen und Schüler hautnah erfahren, wie die Produktion des berühmten roten Teppichs, über den sie selbst noch vor ein paar Tagen im Rahmen der schuleigenen HSA-/MBA-Abschlussfeier schreiten durften, vonstatten geht und welcher hohe Stellenwert der Kokosnuss als nachwachsendem und naturbelassenem Rohstoff innerhalb dieser Produktion und darüber hinaus zukommt.
Das hier angewandte althergebrachte Weberhandwerk, welches den meisten Mitreisenden bis dato wohl nur noch aus den Geschichtsbüchern bekannt war, hat zum Abschluss gezeigt, wie ein Blick über den gewohnten Tellerrand hinaus sicher das Bewusstsein und die Vorstellungskraft unser aller für uns und unsere Umwelt stärkt.

Besonders bedanken möchten wir uns zum einen bei Moritz Fritzsche und Georg Fritzsche – nicht nur für lehrreiche und interessante Stunden, sondern auch für die kulinarische Versorgung in der Sommerhitze.
Zum anderen gilt unser Dank den Schülerinnen und Schülern, die ihrerseits die beiden Tage zu einer nicht nur sehr angenehmen, sondern auch absolut gelungenen und stimmungsvollen Fahrt für alle haben werden lassen, was uns Lehrer darin bestärkt, solche Unternehmungen auch in Zukunft gerne zu begleiten.

Gerhard Stürmer, Oliver Paul, Dorothe Fritzsche