Bildungsgänge und Abschlüsse

Die drei möglichen Abschlüsse der Gesamtschule:

Hauptschulabschluss
Alle unsere Schülerinnen und Schüler erwerben, falls die Leistungen ausreichen, am Ende des neunten Schuljahres den Hauptschulabschluss. Schülerinnen und Schüler, welche mit dem Halbjahreszeugnis 9 Leistungen erzielen, die zum Übergang in die Klassenstufe 10 berechtigen, erhalten das Hauptschulabschlusszeugnis ohne die sonst vorgeschriebene Abschlussprüfung. Diese werden, während die anderen im zweiten Halbjahr die Hauptschulabschlussprüfung ablegen, in ihren Klassen und Kursen weiter gezielt auf die Klasse 10 vorbereitet.

Mittlerer Bildungsabschluss
Alle Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 10 nehmen an der Prüfung zum mittleren Bildungsabschluss teil und erhalten das entsprechende Abschlusszeugnis. Wer darüber hinaus die Bedingungen zum Übergang in die gymnasiale Oberstufe erfüllt, kann in die Klasse 11 eintreten.

Allgemeine Hochschulreife (Abitur)
Wir sind stolz darauf, dass wir unseren Schülern und Schülerinnen seit dem Schuljahr 2011/2012 die Möglichkeit bieten können, die Klassen 12 und 13 an der Peter-Dewes- Gesamtschule zu absolvieren. In Schuljahr 2012/2013 werden zum ersten mal die Schüler der Peter-Dewes-Gesamtschule ihr Abitur nicht an unserer Kooperationsschule, dem Gymnasium am Stefansberg in Merzig, sondern an unserer Schule ablegen können.

Fachhochschulreife
Wie am Gymnasium können auch unsere Schüler die Schule nach der Jahrgangsstufe 12 mit dem schulischen Teil der Fachhochschulreife (Fachabitur) verlassen. Das vorgeschriebene Praktikum muss zusätzlich absolviert werden.

Die drei integrierten Bildungsgänge:

Die folgende Übersicht veranschaulicht die Bildungsgänge der Schülerinnen und Schüler bis zum jeweiligen Abschluss. Sie ist von unten nach oben zu lesen. Entwurf: Anne Schmitz

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Klassenstufen 5 und 6
Alle Schülerinnen und Schüler sind nach Leistung gleichmäßig auf die in der Regel fünf Eingangsklassen verteilt und werden in allen Fächern gemeinsam unterrichtet (außer Religion). Im Fachunterricht erfolgt eine innere Differenzierung, durch die leistungsstarke Schüler stärker gefordert und schwächere mehr gefördert werden. In den Stundenplan integriert sind eine Klassenleiterstunde zur sozialen Entwicklung der Klassengemeinschaft und einzelner Schüler und eine Stunde “Lernen lernen” zum Erlernen und Eintrainieren von methodischem Arbeiten. Zusätzlich erhalten alle Schülerinnen und Schüler Förderstunden in der 7. und 8. Stunde, wobei sie nach Bedarf in der Regel zwischen der Fremdsprache, Deutsch und Mathematik wählen können.

Klassenstufe 7 bis 10
Fachleistungsdifferenzierung (rechte Seite der Übersicht): In den leistungsdifferenzierten Fächern werden die Kinder nicht mehr im Klassenverband, sondern in leistungsbezogenen Grund-, Erweiterungs- und Aufbaukursen (G-, E-, A-Kurse) unterrichtet. Die Einstufung erfolgt für jedes Fach einzeln durch die Klassenkonferenz und kann nach jedem halben Jahr geändert werden.

Die Kinder können somit auf ihrem jeweiligen Leistungsniveau gezielt gefordert und gefördert werden. Um den Aufstieg in einen höheren Kurs zu erleichtern oder den Abstieg zu vermeiden, nehmen die Schüler an Förderkursen in den entsprechenden Fächern teil. Erfahrungsgemäß steigen mehr Schüler auf als ab.

Weil derselbe Schüler also in unterschiedlichen Fächern auf verschiedenen Anforderungsniveaus unterrichtet werden kann, wird das individuelle Begabungsprofil jedes einzelnen berücksichtigt. Die Fachleistungsdifferenzierung beginnt im siebten Schuljahr mit der ersten Fremdsprache und Mathematik, wobei auf zwei Ebenen (G- und E-Kurse) eingestuft wird. Dasselbe geschieht dann in Klasse 8 im Fach Deutsch.

Ab Klasse 9 werden diese Fächer auf drei Niveaus (G-, E- und A-Kurs) abschlussbezogen unterrichtet. Hinzu kommt die Differenzierung in den naturwissenschaftlichen Fächern Physik und Chemie. In den Klassen 9 und 10 werden die Schülerinnen und Schüler also nur noch wenige Wochenstunden im Klassenverband unterrichtet, so dass sie zunehmend gezielt auf den ihnen möglichen Abschluss vorbereitet werden.

Wahlpflichtfach (linke Seite): Die Wahlmöglichkeit aus einem Angebot aus Wahlpflichtfächern dient dazu, besondere Begabungen und Neigungen zu entfalten. Im Wahlpflichtbereich (vierstündig ab Klasse 7) wählen die Schüler mit ihren Eltern eines der folgenden Fächer: Englisch bzw. Französisch als zweite Fremdsprache, Natur und Umwelt, Technik und Wirtschaft.

Wer das Abitur anstrebt, wählt in der Regel die zweite Fremdsprache, weil diese an fast allen Oberstufen Eingangsvoraussetzung ist. Das Fach „Natur und Umwelt“ kommt naturwissenschaftlichen Begabungen und Interessen entgegen, während „Technik und Wirtschaft“ in den Bereichen Holz, Metall, Textil, Elektrizität und Kochen eher praktische Begabungen anspricht, aber auch Grundkenntnisse des Wirtschaftslebens vermittelt. Das gewählte Wahlpflichtfach muss bis zum Hauptschul- bzw. mittleren Abschluss beibehalten werden.

Klassenstufe 11
Der Unterricht erfolgt wieder im Klassenverband und unterscheidet sich inhaltlich nicht von dem am Gymnasium. Im Rahmen der Kooperation mit der Eichenlaubschule in Weiskirchen nehmen wir jährlich etwa 20 Schülerinnen und Schüler in unsere Oberstufe auf. Auch von den anderen Erweiterten Realschulen und Gymnasien gehen zunehmend Schülerinnen und Schüler in unsere Oberstufe über. Zur Zeit werden 81 Schüler in drei Klassen unterrichtet.

Jahrgangsstufen 12 und 13
Die Lehrpläne wie auch die Struktur der Hauptphase entsprechen denen der Gymnasien. Auch das allgemeinbildende Abitur ist identisch. Durch gute Beratung und Betreuung werden die Schüler mit großer Zuverlässigkeit zum Abitur geführt.

Die aufgezeigte Organisationsstruktur bietet in Verbindung mit unseren Fördermöglichkeiten folgende Vorteile:
•Die Abschlussentscheidung bleibt durch die halbjährliche Umstufungsmöglichkeit bis ins neunte, bzw. zehnte Schuljahr offen.
•Das individuelle Begabungsprofil des einzelnen Schülers kann durch die Fachleistungsdifferenzierung und die Wahlpflichtfächer besonders berücksichtigt werden.
•Motivations- und Leistungsschwankungen, wie sie vor allem in der Pubertät auftreten können, führen nicht zum Schulabbruch.