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Informationsveranstaltungen der Aids-Hilfe Saar an der Peter-Dewes-Gesamtschule in Losheim
Die Aids-Hilfe Saar kam kurz vor den Herbstferien auf Einladung von Lehrer Herr Messemer an die Peter-Dewes-Gesamtschule in Losheim.
An zwei Tagen konnten sich circa 150 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 7 zum
Thema HIV und Aids schlau machen. Mädchen und Jungs wurden in Kleingruppen aufgeteilt und von je einer weiblichen Mitarbeiterin und einem männlichen Mitarbeiter
der Aids-Hilfe betreut. „Es hat sich bewährt in geschlechtsspezifischen Gruppen zu arbeiten, denn so haben die Jugendlichen weniger Hemmungen Dinge zu fragen, die
ihnen wirklich unter den Nägeln brennen“ sagt Frank Kreutzer, Geschäftsführer der Aids-Hilfe Saar.
In allen Gruppen wurden erst Begrifflichkeiten, sowie die Bedingungen, die zu einer HIV-Übertragung führen können anschaulich erklärt.
Anschließend konnten die Schülerinnen und Schüler anhand von Situations- piktogrammen und einem „Ampelsystem“ selbst HIV-Risikoeinschätzungen abgeben.
Diskussionsbedarf gab es hier hinsichtlich der Fragen, ob HIV durch Küssen übertragbar sei oder ob man sich beim Zahnarzt mit HIV anstecken könnte.
„Nicht nur Ärzte und Zahnärzte müssen hygienisch arbeiten. Auch Heilpraktiker,
Tätowierer, Piercer, Friseure, Kosmetiker und Fußpfleger unterliegen einer Hygiene- verordnung“ informiert Christina Braß, Sozialpädagogin bei der saarländischen Aids
-Hilfe. Ihr ist wichtig, dass Jugendliche keine unnötigen Ängste entwickeln und setzt daher auf ehrliche aber auch spielerische Aufklärung. In einem Würfelspiel konnten die
Jugendliche nochmal ihr Wissen testen. Sie konnten dabei bei einem „Kondom- volleyball“ oder beim Spiel „Gib Gummi – aber richtig“ die Praxis testen und dabei für
ihre Mannschaft Punkte sammeln.
„Ich hatte viel Spaß heut morgen. Könnt Ihr nicht nochmal bei uns vorbeikommen?“ fragt eine Schülerin.
Einen sicheren HIV-Test kann man übrigens erst 12 Wochen nach einem möglichen Risikokontakt machen. Das Gesundheitsamt in Merzig bietet kostenlos und anonym
solche HIV-Antikörpertests an“ erzählt Christina Braß und erklärt, dass der Test außerdem an eine kompetente Beratung gekoppelt sei und das Ergebnis bereits nach drei Tagen vorliegen würde.
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