Die drei integrierten Bildungsgänge

Die folgende Übersicht veranschaulicht die Bildungsgänge der Schülerinnen und Schüler bis zum jeweiligen Abschluss. Sie ist von unten nach oben zu lesen. Entwurf: Anne Schmitz

Klassenstufen 5 und 6
Alle Schülerinnen und Schüler sind nach Leistung gleichmäßig auf die in der Regel fünf Eingangsklassen verteilt und werden in allen Fächern gemeinsam unterrichtet (außer Religion). Im Fachunterricht erfolgt eine innere Differenzierung, durch die leistungsstarke Schüler stärker gefordert und schwächere mehr gefördert werden. Zusätzlich erhalten alle Schülerinnen und Schüler eine im Stundenplan integrierte Fachförderstunde pro Woche, wobei sie nach Bedarf in der Regel zwischen der Fremdsprache, Deutsch und Mathematik wählen können.

Klassenstufe 7 bis 10
Fachleistungsdifferenzierung (rechte Seite der Übersicht): In den leistungsdifferenzierten Fächern werden die Kinder nicht mehr im Klassenverband, sondern in leistungsbezogenen Grund-, Erweiterungs- und Aufbaukursen (G-, E-, A-Kurse) unterrichtet. Die Einstufung erfolgt für jedes Fach einzeln durch die Klassenkonferenz und kann nach jedem halben Jahr geändert werden.

Die Kinder können somit auf ihrem jeweiligen Leistungsniveau gezielt gefordert und gefördert werden. Um den Aufstieg in einen höheren Kurs zu erleichtern oder den Abstieg zu vermeiden, nehmen die Schüler an Förderkursen in den entsprechenden Fächern teil. Erfahrungsgemäß steigen mehr Schüler auf als ab.

Weil derselbe Schüler also in unterschiedlichen Fächern auf verschiedenen Anforderungsniveaus unterrichtet werden kann, wird das individuelle Begabungsprofil jedes einzelnen berücksichtigt. Die Fachleistungsdifferenzierung beginnt im siebten Schuljahr mit der ersten Fremdsprache und Mathematik, wobei auf zwei Ebenen (G- und E-Kurse) eingestuft wird. Dasselbe geschieht dann in Klasse 8 im Fach Deutsch.

Ab Klasse 9 werden diese Fächer auf drei Niveaus (G-, E- und A-Kurs) abschlussbezogen unterrichtet. Hinzu kommt die Differenzierung in den naturwissenschaftlichen Fächern Physik und Chemie. In den Klassen 9 und 10 werden die Schülerinnen und Schüler also nur noch wenige Wochenstunden im Klassenverband unterrichtet, so dass sie zunehmend gezielt auf den ihnen möglichen Abschluss vorbereitet werden.

Wahlpflichtfach (linke Seite): Die Wahlmöglichkeit aus einem Angebot aus Wahlpflichtfächern dient dazu, besondere Begabungen und Neigungen zu entfalten. Im Wahlpflichtbereich (vierstündig ab Klasse 7) wählen die Schüler mit ihren Eltern eines der folgenden Fächer: Englisch bzw. Französisch als zweite Fremdsprache, Natur und Umwelt, Technik und Wirtschaft.

Wer das Abitur anstrebt, wählt in der Regel die zweite Fremdsprache, weil diese an fast allen Oberstufen Eingangsvoraussetzung ist. Das Fach „Natur und Umwelt“ kommt naturwissenschaftlichen Begabungen und Interessen entgegen, während „Technik und Wirtschaft“ in den Bereichen Holz, Metall, Textil, Elektrizität und Kochen eher praktische Begabungen anspricht, aber auch Grundkenntnisse des Wirtschaftslebens vermittelt. Das gewählte Wahlpflichtfach muss bis zum Hauptschul- bzw. mittleren Abschluss beibehalten werden.

Klasse 11
Der Unterricht erfolgt wieder im Klassenverband und unterscheidet sich inhaltlich nicht von dem am Gymnasium. Im Rahmen der Oberstufenkooperation mit dem Gymnasium am Stefansberg werden neben unseren Lehrpersonen auch solche von dieser Schule eingesetzt.

Jahrgangsstufen 12 und 13
Unsere Schülerinnen und Schüler besuchen im Rahmen der Kooperation die Kurse am Gymnasium am Stefansberg und legen mit den dortigen Schülern die Abiturprüfung ab. In den dortigen Oberstufenkursen unterrichten auch mehrere Lehrpersonen unserer Schule . Unsere Schüler werden bis zum Abitur durch unsere Lehrer und unsere Oberstufenleiterin mit betreut.

Nach den Klassenstufen 10 und 11 ist auch der Schulwechsel an ein Gymnasium möglich . Die aufgezeigte Organisationsstruktur bietet in Verbindung mit unseren Fördermöglichkeiten folgende Vorteile:

  • Die Abschlussentscheidung bleibt durch die halbjährliche Umstufungsmöglichkeit bis ins neunte, bzw. zehnte Schuljahr offen.
  • Das individuelle Begabungsprofil des einzelnen Schülers kann durch die Fachleistungsdifferenzierung und die Wahlpflichtfächer besonders berücksichtigt werden.
  • Motivations- und Leistungsschwankungen, wie sie vor allem in der Pubertät auftreten können, führen nicht zum Schulabbruch.